#ZusammenDieWeltRetten mit RECUP

#ZusammenDieWeltRetten mit RECUP

Unter #ZusammenDieWeltRetten befragen wir verschiedene Menschen zum Thema Nachhaltigkeit, sammeln Tipps und Tricks und teilen unsere eigenen Freuden und Herausforderungen bei unserer Mission, nachhaltiger zu handeln.

Wir wollen euch damit zu etwas mehr Nachhaltigkeit im Alltag motivieren und zeigen, dass und wie jede*r etwas für den Umweltschutz tun kann.

Damit wir euch auch zeigen können, dass nicht nur wir uns über eine nachhaltigere Zukunft freuen, sondern auch viele weitere Unternehmen sich das Ziel gesetzt haben, Nachhaltigkeit in unseren Alltag zubringen, stellen wir euch ab sofort auch tolle Unternehmen vor, die sich  für Nachhaltigkeit einsetzen.

Wenn wir über eine Möglichkeit nachdenken, wie wir einfach eine Menge Müll und Abfall vermeiden können, fällt den meisten sofort das Thema Einweg-Kaffeebecher ein. Thermobecher statt Wegwerfbecher lautet es dann. Und hier möchten wir euch RECUP vorstellen. RECUP ist ein Start-up aus München, dass sich ausgiebig mit diesem Thema beschäftigt. Wenn ihr mehr über RECUP erfahren möchtet, lest unser Interview mit und besucht sie auf Instagram oder Twitter unter @recup2go, auf Facebook oder auf der RECUP-Homepage.

Vielen Dank an RECUP, dass ihr unsere Fragen beantwortet habt und uns einen Einblick in euer Start-up gegeben habt!

Was ist RECUP? return. reuse. recycle.

Wer seid ihr und was macht ihr?

Wir sind RECUP, ein Start-up aus München, welches es sich zum Ziel gesetzt hat, ein deutschlandweites Pfandsystem für Coffee-to-go-Becher zu etablieren. Bei allen teilnehmenden RECUP-Partnern kannst du dir deinen Coffee-to-go im RECUP gegen 1 € Pfand holen, den Kaffee unterwegs genießen und den leeren Becher bei einem der Partner in ganz Deutschland zurückgeben. Dort erhältst du dann dein Pfand zurück.
 
So setzen wir uns zusammen mit allen Kaffeetrinker*innen für Umwelt- und Ressourcenschonung ein. Unsere Vision ist es, Deutschland einwegbecherfrei zu machen. An diesem Ziel arbeiten wir tagtäglich und versuchen immer mehr Partner zu gewinnen, die mit uns den Mehrweg gehen.
Alle RECUP-Partner findest du in der kostenlosen App und unter www.recup.de/app.
 
Zudem steht für uns der Social Impact im Fokus und wir tragen aktiv zu der nachhaltigen Entwicklung in unserer Gesellschaft bei. Und dies mit viel Herzblut, Teamgeist und Spaß an der Sache! Wir möchten als Team zeigen, dass man mit einem nachhaltigen Geschäftsmodell wirtschaftlich selbständig bestehen kann.
RECUP-Team
Das Team von RECUP (©RECUP)

Die RECUP-App kannst du bequem im App-Store von Apple oder Google’s Playstore herunterladen.

Wie kam die Idee für RECUP?

Die Idee hatten unsere beiden Gründer Fabian Eckert und Florian Pachaly ungefähr zur gleichen Zeit im Studium. Bei Fabian in Schweden gab es nur Einwegbecher in der Uni. Bei Flo gab es zwar Tassen, aber die hat keiner genutzt und jeder Student ist in den Pausen auf dem Campus mit Einwegbechern herumgestanden. Beide wollten einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Ressourcenschonung leisten und etwas verändern. Inspiriert hat sie ganz klar das Vorbild des deutschen Pfandsystems. Die sehr deutsche Sache „Pfand“ ist nichts Neues für die Menschen und daher liegt es nahe, diese Idee auf Kaffeebecher zu übertragen. Daraus entstand RECUP.

RECUP Gründer Fabi und Flo
Fabian & Flo, die beiden RECUP Gründer (©RECUP)

Wie lange gibt es RECUP schon?

RECUP durchlief im November 2016 in Rosenheim eine Pilotphase. Im Mai 2017 startete RECUP dann zusammen mit 26 Partnern in München.

RECUP Logo
RECUP return. reuse. recycle. (©RECUP)

Was ist der Unterschied zu anderen Produkten und anderen Hersteller*innen?

Bei RECUP handelt es sich um ein Pfandsystem für Coffee-to-go. Wie auch bei bekannten Pfandverpackungen in Deutschland (bspw. Glas, Dosen), ist der Sinn des Pfandsystems, dass die „Verpackung“ wieder zurückgegeben wird und man dafür den
1 € Pfand zurückerhält. Somit handelt es sich beim RECUP um eine Alternative zum Einwegbecher und nicht zum klassischen Mehrwegbecher, welchen man sich tatsächlich kauft. Sehr viele Hersteller bieten eben diesen klassischen Mehrwegbecher zum Kaufen an. RECUP ist mit mehr als 5000 Ausgabestellen das flächendeckende Pfandsystem in Deutschland. Die deutschlandweite Verfügbarkeit macht es den Kaffeetrinker*innen leicht, den Coffee-to-go in der nachhaltigen Alternative zu genießen. Transparenz und Herzblut steht bei allem, was wir tun an oberster Stelle. Insellösungen, also ein System das sich nur auf eine bestimmte Region/Stadt bezieht, sind dabei unserer Meinung nicht effektiv. Nur wenn das System flächendeckend aufgebaut wird, hat es langfristig einen nachhaltigen Effekt und kann funktionieren.

Wo findet ihr eure Inspiration?

Inspirierend finden wir vor allem, dass das Thema Nachhaltigkeit eine solche starke Präsenz gewinnt: Von politischen Akteuren bis zu Gruppen wie fridays4future oder extinction rebellion, anderen Social Start-ups oder auch größeren Unternehmen, bei denen langsam aber stetig ein Umdenken erkennbar wird. Hier ist es super interessant und wichtig, ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und wieder etwas Neues dazuzulernen, Erfahrungswerte einzusammeln und darauf aufzubauen. Schön ist es auch zu sehen, wie wir alle jeden Tag einen Schritt weiterdenken. Und bei unserem Produkt ist es uns wichtig, ganzheitlich zu denken: Vom Material bis zur Fertigung, dem Design, der Kooperation auf Augenhöhe bis in die Hände der Konsumenten wollen wir keine einfachen Lösungen, sondern sozial, ökonomisch und ökologisch überzeugende.

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Was bedeutet Nachhaltigkeit bei RECUP?

Was ist eure größte Motivation nachhaltig zu handeln?

Wir möchten Dinge neu gestalten und eingefahrene Verhaltensmuster brechen um damit zu einer nachhaltigen Entwicklung in unserer Gesellschaft beitragen. Mit unserem Unternehmen können wir ökologischen, ökonomischen und sozialen Wandel vorantreiben. Dabei wollen wir (Konsum)gewohnheiten ändern, indem wir ein Umdenken bei den Menschen bewirken. Es liegt in unserer Hand, dass unser Ökosystem und unsere Lebensqualität zukünftigen Generationen erhalten bleibt. Unser Pfandsystem ist letztendlich nur ein Blueprint für andere Nachhaltigkeitsentwürfe. Wir hoffen, dass wir mit unserer Arbeit eben nicht nur das Thema Pfandbecher ansprechen, sondern gleichzeitig auch Wegbereiter sind für andere Initiativen und Projekte, da man in unserem Konzept sehr einfach Muster ablesen und sehen kann. Das wünschen wir uns, dass wir nicht nur unsere Arbeit machen, sondern nachhaltig betrachtet auch Wissen
fördern und weitergeben.

Zudem setzen wir bei RECUP nachhaltige New-Work Ansätze in der Unternehmensstruktur um, sodass jede*r Mitarbeiter*in Handlungsfreiheit, Mitbestimmungsrecht und in der Kreativität freien Lauf hat. Innovative Ansätze sind bspw. offene Gehaltsverhandlungen, aktives Mitspracherecht sowie der Wegfall von hierarchischen Strukturen.

Was bedeutet Nachhaltigkeit für euch im und als Unternehmen?

Wir sind uns unserer sozialen Aufgabe bewusst, das Thema Nachhaltigkeit und einen enkeltauglichen Lebensstil in der Gesellschaft zu verankern und arbeiten deshalb jeden Tag mit Herzblut an der #coffeetogorevolution.

RECUP möchte mit einem nachhaltigen und ökonomisch rentablen Geschäftsmodell zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise beitragen. Deshalb ergeben sich an alle Geschäftsbereiche von Logistik über Produktion und Werbemaßnahmen besondere Herausforderungen.

Die Pfandidee von RECUP basiert auf den Grundsätzen der Sharing Economy. Hierfür ist es wichtig, Konsumenten durch positive Aufklärung an das Thema Nachhaltigkeit heranzuführen und herkömmliche Konsumgewohnheiten aufzubrechen, ganz unter dem Motto “sharing is caring” und “consume less”.

RECUP Team mit Becher
RECUP Team (©RECUP)

Ist eine nachhaltige Lebensweise kosten- und zeitintensiver?

Eine nachhaltige Lebensweise ist bestimmt teilweise in den Anfängen zeitintensiver. Wenn man sich aber mal eine gewisse Routine angeeignet hat, nimmt dieser Lifestyle nicht mehr viel mehr Zeit in Anspruch und macht auch noch Spaß, da man aktiv an einer guten Sache mitwirkt.

Ein Gefühl dafür zu bekommen, was bspw. Lebensmittel wert sind, ist super wichtig. Wir leben in einer Gesellschaft, in der „Geiz geil“ ist – das schadet nicht nur uns (Beispiel Arbeitsbedingungen oder Massentierhaltung), sondern auch der Umwelt. Wir versuchen, Trendbegriffe wie Sharing Economy oder Circular Economy wirklich in den Alltag einzubringen, durch ein super einfaches Produkt.

In welchen Bereich fällt es euch noch schwer, als Unternehmen nachhaltig zu handeln?

Wir versuchen, in unseren Arbeitsalltag in allen Punkten so nachhaltig wie möglich zu agieren: Wir bestellen unser bereits sehr minimalistisch angesetztes Marketingmaterial bei nachhaltigen Druckereien, die Team-Shirts bei sozialen und fairen Labels und Teammitglieder retten regelmäßig Essen für das Team. Allerdings sind auch wir nicht perfekt, und versuchen uns in allen Bereichen auch immer wieder selbst zu hinterfragen. Aber ganz nach dem Ansatz: Wir brauchen keine handvoll Menschen, die alles perfekt machen, wir brauchen Millionen, die es nicht perfekt machen.

Durch RECUP motiviert? Zeigs deinen Freundinnen und Freunden!

Was plant RECUP für die Zukunft?

Was ist die nächste Herausforderung in Sachen Nachhaltigkeit, die ihr gerne angehen würdet?

Nachhaltigkeit ist eine dauerhafte Herausforderung. Wir versuchen kontinuierlich unsere Lösungen noch effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Das betrifft nicht nur die RECUPs, sondern das gesamte Unternehmen und die Mitarbeiter.

Was ist generell bei RECUP für die Zukunft geplant?

Es stehen viele interessante Projekte an, wie die Spül-Dienstleistung, durch die wir unser System für die Kaffeeanbieter und damit auch für die Kaffeetrinker*innen noch einfacher gestalten können. Mit REBOWL, die nun in eine weitere Pilotphase gestartet ist, wollen wir noch mehr Einwegverpackungen abschaffen und eine nachhaltige Take-Away Lösung anbieten. Es bleibt spannend was die Zukunft bringt, auch für uns. Wie bisher auch, halten wir Euch mit unseren Transparenz-REports und auf unseren Sozialen Kanälen auf dem Laufenden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei RECUP für das Interview! Wir haben viel erfahren und freuen uns auf den weiteren Weg von RECUP und sind gespannt was noch alles kommt!

Wir hoffen dir hat es Spaß gemacht das Interview zu lesen und du hast neue Einblick in die Welt des Coffee-to-go bekommen.

Werde Teil der #coffeetogorevolution !
RECUP statt Einweg (©RECUP)
RECUP statt Einweg (©RECUP)

Wenn du weitere tolle Tipps zum Thema Nachhaltigkeit kennst und sie uns gerne verraten möchtest, dann melde dich einfach bei uns oder poste sie zusammen mit dem Hashtag #ZusammenDieWeltRetten! Wir freuen uns zusammen mit euch die Welt zu verbessern und voneinander zu lernen.

Du möchtest andere Interviews lesen? In unserer Rubrik #ZusammenDieWeltRetten findest du weitere interessante Tipps & Einblicke.

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Posted in #ZusammenDieWeltRetten, Interviews.

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