Lange Nacht der Wissenschaften 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

wir waren am 02.07. bei der symbolträchtigen Langen Nacht der Wissenschaften (LNdW) an der Humboldt-Universität zu Berlin. Das Event hat uns allen eine riesige Freude bereitet und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In Anbetracht dessen wollen wir den Tag gerne gemeinsam mit euch Revue passieren lassen. In diesem Blog-Beitrag wird es unter anderem darum gehen, was die LNdW überhaupt ist, warum wir dabei waren und welche persönlichen Highlights die diesjährige Ausgabe aus unserer Sicht zu bieten hatte.. 

So viel vorweg: Ihr solltet euch die LNdW 2023 auf keinen Fall entgehen lassen, falls ihr dieses Jahr nicht dabei sein konntet.

Viel Spaß beim Lesen!

Was ist die Lange Nacht der Wissenschaften?

Die Lange Nacht der Wissenschaften ist ein vielseitiges Veranstaltungsformat, in dem wissenschaftliche Einrichtungen ihre Forschungsprojekte präsentieren. Seit der Erstauflage in Halle an der Saale in 2001 ist die Zahl der teilnehmenden Universitäten rapide angestiegen: Deutschlandweit nehmen nunmehr 20 Wissenschaftsstandorte an der Langen Nacht der Wissenschaften teil. Damit ist das Event zu einer festen Größe für den interdisziplinären, wissenschaftlichen sowie zwischenmenschlichen, öffentlichen Austausch geworden.

Auch wenn das Rahmenprogramm vielerorts von den wissenschaftlichen Projekten sowie Vorträgen gestaltet wird, lebt die Veranstaltung von der aktiven Teilnahme ihrer Besucher:innen. In der HU Berlin konntet ihr beispielsweise Reaktionstests durchführen oder etwa in verschiedene Mikroskope schauen. So hat man einen Ort geschaffen, an dem junge und interessierte Menschen nachhaltig für wissenschaftliche Themen begeistern werden konnten. Nettes Plus: Mit einer breiten Essens- & Getränkeauswahl wird vollumfänglich für euer leibliches Wohl gesorgt. 

Alles in allem deckt die Lange Nacht der Wissenschaften also so viel mehr ab, als ihr Name anfänglich vermuten lassen mag.  

Welche Inhalte waren im Fokus der diesjährigen LNdW?

Dieses Jahr stand die Veranstaltung ganz klar im Zeichen von Krisen und wie sie bewältigt werden können. Die Humboldt-Universität zu Berlin führt dazu selbst aus:

Die Welt ist von Krisen geschüttelt. Pandemie, Krieg, Zerfall der Demokratie und ein in seinen Auswirkungen immer spürbarer werdender Klimawandel – Krisen der Demokratie und Krisen der Natur wirken aufeinander ein. Die Wissenschaft hilft, Ursachen und Zusammenhänge besser zu verstehen und bietet Entscheidungsgrundlagen auf der Basis von vielfach geprüften Fakten an.“

Die Aufgaben dieser Zeit sind alles andere als einfach zu lösen. Umso schöner fanden wir, dass sich alle darauf besinnt haben, weniger von den Problemen zu sprechen, sondern vielmehr konkrete Lösungsansätze zu liefern. Die Probleme sind nämlich hinlänglich bekannt, was fehlt sind umfassende und praktikable Lösungen. Die Fachrichtungen hätten nicht unterschiedlicher sein können, haben sich aber dennoch allesamt genau darum bemüht. 

Neben dieser Leitidee waren die Projekte von dem mittlerweile geflügelten Wort der Nachhaltigkeit geprägt. Und das nicht nur als Nebenschauplatz. Konzeptionell waren alle Projekte darauf ausgelegt, direkt der Umwelt zu helfen oder alte Strategien neu zu denken. Heutige Ansätze müssen eben gleich mehrere problematische Faktoren berücksichtigen, damit sie auch wirklich einen Unterschied machen können. Dieser – zugegeben – höchst anspruchsvollen Aufgabe haben sich alle Anwesenden in kompetenter Weise gestellt und sich eben genau nicht ob ihrer Schwierigkeit beeinträchtigen lassen.

Warum waren wir dabei und welche Erfahrungen haben wir vor Ort gemacht?

Unser Motto lautet „Reparieren statt Wegwerfen“. Die Ressourcen, die für die Produktion elektronischer Geräte verbraucht werden, sind wie alles andere im Leben endlich. Umso wichtiger ist es, bereits produzierte Geräte so lange wie möglich zu nutzen. Das bedeutet Einzelteile bei Defekten auszutauschen und deren Lebenszeit so zu maximieren. Bestenfalls können wir damit unseren Beitrag zur dringend benötigten Kreislauftwirtschaft in dieser Branche leisten. Die Verantwortlichen der HU Berlin haben genau das auch gesehen und wollten uns deswegen unbedingt dabei haben.

Die Organisation der gesamten Veranstaltung lief hochprofessionell ab. Uns wurde ein Stand samt Aufsteller zur Verfügung gestellt, wir wurden kostenfrei verpflegt und haben darüber hinaus immer die Möglichkeit gehabt, mit Fragen und Problemen zu den Verantwortlichen zu kommen. Das alles lief so reibungslos ab, dass wir uns voll und ganz darauf konzentrieren konnten, mit anderen Aussteller:innen und Interessierten ins Gespräch zu kommen. Ein großes Dankeschön gilt an der Stelle dem gesamten Orga-Team, das dieses Event in der Form möglich gemacht hat!

Alle Menschen vor Ort haben sich mit unheimlich viel Neugierde, Interesse und Leidenschaft über die oben genannten Themen ausgetauscht. Das Klima der Veranstaltung war super freundlich, angeregt und hat uns umso mehr darin bestärkt, dass wir den aktuellen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich  entgegentreten können. Ein Gedanke, der dieser Tage wirklich gut tut und uns alle hoffnungsvoll gestimmt hat. Mit diesem Gefühl aus der Veranstaltung herauszugehen, war für uns ganz sicher eines der Highlights.

Welches Projekt hat uns besonders beeindruckt?

Ein besonders nennenswertes Projekt trägt den Namen Solaga. Die Verantwortlichen aus dem Fachbereich Biologie sind der Frage nachgegangen, wie die Luftqualität in Räumen mit natürlichen Ressourcen verbessert werden kann. 

Nach eingehender Recherche samt Testphase haben sie einen kleinen Bilderrahmen entwickeln können, in dem sich Algenkulturen befinden. Der Clue: Algen können die Luft von Schadstoffen befreien und die Sauerstoffkonzentration erhöhen. Je schlechter die Luftqualität ist, desto intensiver arbeiten die Algen dagegen. Gerade eine geringe Sauerstoffkonzentration im geschlossenen Wohnraum kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit, Trägheit oder Unbehagen führen. Mit dem Algenbilderrahmen von Solaga soll dieses Problem nun der Vergangenheit angehören. Dafür braucht es auch nicht mehr, als den Rahmen selbst, sowie ein wenig Dünger und Wasser. Beides wird im Paket mit dem Rahmen geliefert. Was sicherlich auch nicht schadet ist, dass der Rahmen rein optisch einiges hermacht.

Wer sonst auf elektronische Geräte für die Verbesserung der Luft gesetzt hat, sollte es sich nicht nehmen lassen, einen genaueren Blick auf dieses Projekt zu werfen. Wir haben euch die Website hier einmal verlinkt, damit ihr das tun könnt. Mehr über Solaga erfahren!

Fazit

Die Lange Nacht der Wissenschaften hat uns in vielerlei Hinsicht vollkommen überzeugt.

Unser Marketing-Team war in dieser Konstellation zum ersten Mal dabei, insoweit hatten wir also auch keine konkrete Erwartungshaltung. Abgesehen davon, dass wir dort ausstellen und mit Leuten ins Gespräch kommen werden. Und das hat sich vollends ausgezahlt. Die Location wurde wunderschön hergerichtet, das gesamte Publikum koordiniert durch den Nachmittag sowie Abend geleitet und nicht zuletzt haben wir selten eine derart offene Kommunikation mit allen Menschen vor Ort genießen dürfen.

Darin liegt ganz sicher auch mein persönliches Highlight. Wir kommunizieren auf unseren Social-Media-Kanälen täglich mit euch, mit unseren Posts, euren Rückfragen und Kommentaren. Nun wird es niemanden wundern, dass die Gespräche in Person nochmal eine andere Qualität hatten. Es standen sich eben zwei Menschen gegenüber, die sich nicht nur über eine Unternehmensidee ausgetauscht haben, sondern die Chance hatten, weitaus mehr zu besprechen. Persönliche Beweggründe für das eigene Handeln, Sorgen und eben auch Ansätze, wie man gemeinsam vorankommen kann. Das war mehr als bereichernd.

Ein großer Teil der Nachmittagsgestaltung rankte sich zudem um eine Vielzahl von Pitches all jener Projekte, die in dem Foyer der HU ausgestellt wurden. Diana, unser Head of Marketing, war mit von der Partie und hatte an diesem Nachmittag ihren ersten Pitch vor einem realen Publikum auf großer Bühne. Trotz der Aufregung – und glaubt mir, die hatten wir alle in diesem Moment – lief die Sache extrem rund. Sie selbst sagte, dass man sich manchmal eben ins kalte Wasser schmeißen müsse und hat damit vollkommen Recht.

 

Wir alle freuen uns schon riesig auf die nächsten Events, bei denen wir persönlich dabei sein dürfen. In der Hoffnung, dass sie mindestens genauso eindrucksvoll sein werden, wie die Lange Nacht der Wissenschaften in der HU Berlin.

Kaputt.de bei der Langen Nacht der Wissenschaften 2022

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