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Lang lebe der Akku! – Alle Tipps zum richtigen Umgang mit dem Akku

Alles dreht sich um den Akku, denn kein Akku, kein Handy. Leider ist der Akku oft genau in dem Moment leer, wenn man ihn am meisten braucht. Um das zu Umgehen gibt es viele Ratschläge darüber, wie man den Akku am effizientesten auflädt und behandelt, damit er lange überlebt. Doch oftmals sind diese Tipps widersprüchlich. Diese Mythen werden wir jetzt stürzen und euch verraten, was wirklich hilft!

Für den richtigen Umgang mit dem Akku muss beachtet werden, dass sich auf dem Markt verschiedene Akkutypen tummeln, welche auch verschiedene Behandlungsarten benötigen. Bekannt sind die Nickel-Metallhydrid Akkus (NiMH), welche jedoch eher in einfachen Schnurrlos-Telefonen, Wanduhren oder ähnlichem zu finden sind. Bei aktuellen Smartphones und Tablets gibt es zwei relevante Akkutypen: der Lithium-Ion-Akku (LiIon) und der Lithium-Polymer Akku. Der Lithium-Polymer Akku ist eigentlich eine Unterform oder besser gesagt eine Weiterentwicklung des Lithium-Ionen Akkus. Der deutlich ältere Akkutyp NiMH kommt seit längerem nicht mehr in mobilen Geräten zum Einsatz, weder in Smartphones noch in herkömmlichen Handys oder gar in Tablets oder Notebooks. Aber was ist der Unterschied zwischen den beliebten Lithium-Ion Akku und dem Lithium-Polymer Akku?

verschiedene Akkus

Lithium-Ionen-Akku

Der Lithium-Ionen-Akkumulator - kurz Lithium-Ion Akku bzw. LiIon Akku - basiert auf Lithium und Graphit. Diese Art von Akku ist bei den Herstellern sehr beliebt, da es eine besonders hohe Energiedichte hat. Denn selbst wenn das Gerät lange Zeit nicht genutzt wurde, behält der Akku dank seiner geringen Entladung eine Restspannung. Im Gegensatz zu manchen Vorgängern leidet dieses Akkumodell nicht so sehr unter dem Memory Effekt. Das bedeutet, dass sich das Gerät bei einer Teilentladung den beim Aufladen benötigten Energiebedarf merkt und nicht mehr als diesen zur Verfügung stellt. Deshalb muss bei dem LiIon Akku nicht gewartet werden bis der Akku des Geräts fast leer ist bevor man ihn wieder auflädt, sondern du kannst ihn theoretisch laden wann immer du möchtest.

Vorteile des Lithium-Ionen Akkus

Ein Vorteil des Akkus ist die große Lebensdauer, denn nach einer Laufzeit von 5 Jahren kann trotzdem noch eine Kapazität von 80% aufgewiesen werden. Zusätzlich ist er verhältnismäßig kostengünstig und daher sehr beliebt bei den Herstellern. Auch auf hohe oder niedrige Temparaturen reagiert der Akku stabil. Durch das geringe Gewicht kommen sie vor allem in Notebooks, Handys und Digitalkameras zum Einsatz.

Im Vergleich zu traditionellen Batterien laden Lithium-Ionen-Batterien schneller, halten länger und haben eine höhere Leistungsdichte, für eine längere Lebensdauer bei weniger Gewicht. Wenn du in etwa weißt, wie sie funktionieren, kannst du sie viel besser nutzen.

Tipps bei einem Lithium-Ionen Akku

Der Lithium-Ion Akku ist in vielen aktuellen Smartphones enthalten, wie beispielsweise in vielen Samsung Galaxy oder neueren Apple iPhone Modellen. Tipps für den besten Umgang sind:

  • nach einigen Monaten den Akku bis auf ca. 20% Leistungsfähigkeit benutzen
  • Akkus nicht permanent vollständig entladen und wieder vollständig laden
  • den Akku in einem Ladezustand zwischen 30% und 70% halten
  • Akkus in regelmäßigen, aber langen Abständen einmal vollständig entladen und wieder aufladen (ca. einmal im Monat, das hat keine Auswirkungen auf den Akku, aber auf die Kalibrierung der Ladeelektronik)
  • nicht bei extrem hohen oder niedrigen Temperaturen laden (Richtwert: über 40 Grad Celsius bzw. unter 10 Grad)
  • Lagerung bei längerem Nichtgebrauch nur in halbhohem Zustand (ca. 50% Akkuladung)
  • Ladegeräte nach erfolgter Ladung entfernen, nicht permanent laden lassen 

Lithium-Polymer Akku

Der Lithium-Polymer Akku ist eine Weiterentwicklung bzw. eine Unterform des Lithium-Ion Akkus. Auch seine Basis ist Graphit und Lithium. Der Unterschied besteht hier aus der Verwendung einer festeren Polymerbasis als Elektrolyt statt flüssiger Elektrolyten. Durch eine unterschiedlichen Komponenten kann der Lithium-Polymer Akku in vielen verschiedenen Formen hergestellt werden, z.B. als sehr dünne Schutzfolie. Bei vielen neueren Smartphone-Modellen wird deshalb auf den Lithium-Polymer Akku gesetzt.

Trotzdem können Lithium-Polymer Akkus Sicherheitsrisiken darstellen, da sie einen entflammbaren Elektrolyt enthalten. Lithium-Polymer-Akkus können sich bei Überladung aufblähen (Gasentstehung durch Zersetzung) und verpuffen und dabei entzünden.Wenn eine Batteriezelle zu schnell geladen wird, kann es zu einem Kurzschluss kommen, der zu Explosionen und Bränden führen kann. Ein Lithium-Polymer-Akku besteht - vereinfacht gesagt - aus zwei verschiedenen Schichten: einer positiv und einer negativ geladenen. Kommen die beiden in Berührung kommt es zu einer starken Hitzeentwicklung und letztendlich zu einer Explosion. Damit das nicht passiert, sind sie durch zwei Isolierschichten voneinander getrennt. Einige Unternehmen wurden mit diesen Akkus in Verbindung gebracht, darunter der Samsung Galaxy Note 7, welches 2016 wegen der Akkubrände zurückgerufen wurde. Beim Galaxy Note 7 waren die Isolierschichten laut der Ingenieure zu dünn, weshalb es zu explodierenden Akkus im Smartphone kam.

Lithium-Polymer Akku aufgebläht iPhone 3GS

Apple iPhone 3GS mit Lithium-Polymer Akku im aufgeblähten Zustand aufgrund eines Kurzschlusses

Im Vergleich zu Lithium-Ionen Akkus ist ein Lithium-Polymer Akku sehr empfindlich für Beschädigungen, Überladung und Temperatur. Vor allem thermisch ist der Akku nicht sehr stabil – zu hohe Temperaturen, also mehr als 40 Grad Celsius, oder zu niedrige Temperaturen unter 0 Grad Celsius schädigen die Zellen des Akkus oder können diese sogar zerstören. Auch langes Lagern in ungeladenem Zustand ist für diese Art von Akku nicht vorgesehen.

Im Handel erhältliche Lithium-Polymer-Akkupacks für Verbrauchergeräte enthalten eine für den jeweiligen Akku entwickeltes Batterie-Management-System (BMS) welches fix mit dem Akkupack verbunden ist und eine Ladungsangleichung der einzelnen Zellen in einem Zellverbund sicherstellt.

Vorteile des Lithium-Polymer Akkus

Neben der flexiblen Form des Akkus ist ein weiterer Vorteil die sehr geringe Selbstentladung des Akkus. Wenn der Lithium-Polymer Akku richtig gelagert wird, kann er eine sehr hohe Lebensdauer aufweisen, weshalb einige Hersteller nun darauf setzen.

Tipps bei einem Lithium-Polymer Akku

In den Mobiltelefonen finden Lithium-Polymer-Akkus inzwischen immer häufiger Anwendung, im Gegensatz zu den herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Zum Beispiel in dem HTC 10 oder dem Samsung Galaxy S7. Diese Tipps sind zu beachten:

  • häufiges Nachladen (flache Entladezyklen)
  • Betrieb im optimalen Temperaturbereich (10 bis maximal 40 Grad Celsius)
  • Lagerung bei kühleren Temperaturen, dadurch gibt es einen geringeren dauerhaften Kapazitätsverlust (10 Grad Celsius)
  • Lagerung bei längerem Nichtgebrauch nur in halbhohem Zustand (ca. 50% Akkuladung)

Lithium-Ionen Akku vs. Lithium-Polymer Akku

Überblick: Die Häufigsten Fragen Rund um den Akku - das solltest du wissen!

Neues Handy - wie den Akku richtig laden bzw. wie den Handy Akku kalibrieren?

Wer sich ein neues Smartphone zugelegt hat, sollte gleich nach dem Kauf einen simplen Rat beherzigen: den Akku des Geräts erst einmal voll aufladen. Bei den modernen Lithium-Ionen Akkus bzw. Lithium-Polymer Akkus hat das nichts mit der Leistungsfähigkeit zu tun, sondern lediglich mit der Akkuanzeige. Diese wird beim ersten Mal vollständig aufladen auf dem Display richtig kalibriert.

Wann den Handy Akku laden?

Nach dem ersten vollständigen Aufladen (direkt nach dem Kauf) sollte der Akku erst bei ca. 20% geladen werden. Es ist nachgewiesen, dass Akkus am besten bei 30% bis 70% arbeiten können und daher auch länger funktionieren. Deshalb ist es ratsam, den Akku nicht nur einmal am Tag, sondern mehrmals aufzuladen.

Wie geht der Handy Akku kaputt?

Durchweg alle Akkus, die in unseren modernen Geräten verbaut werden, verfügen über eine Ladeelektronik, die beispielsweise Überladung, Überhitzung oder Kurzschluss grundsätzlich verhindern soll. Die Ladeelektronik übernimmt auch den Job, den Akku durch den optimalen Ladestrom möglichst wenig zu belasten. Aus diesem Grund muss man sich also um das Problem normalerweise nicht zu sorgen – solange die Ladeelektronik nicht versagt. Trotzdem kann ein Akku durch häufiges "Überladen" kaputt gehen bzw. seine Leistungsfähigkeit verringert werden. Um dies zu vermeiden empfiehlt es sich generell erst ab ca. 20% Akku und nur bis ca. 70% aufzuladen.

Wann explodiert ein Handy Akku?

Die Akkus in Handy und Co. sollen immer kleiner, flacher und leistungsfähiger werden. Doch die Technologie hat Schwierigkeiten, mit den Ansprüchen der Hersteller mitzukommen und die Akkus werden immer empfindlicher. Kleinste Einflüsse von außen können schon dazu führen, dass das Handy explodiert. Gründe dafür sind vielfältig. Beispielsweise kann eine fehlerhafte Konstruktion, durch welche die Isolation zu gering ist und die Zellen zu nah aneinander liegen zu einer Explosion beim Akku führen. Weitere Gründe können Schmutz, Hitze, Gewalteinwirkung oder fehlerhafte Elektronik sein. Auch ein zu schnelles Aufladen kann den Akku stark beanspruchen und bei zusätzlichen Mängeln zur Explosion des Akkus führen.

Warum wird der Handy Akku so schnell leer?

Für die schnelle Entladung des Akkus spielen oft mehrere Faktoren eine Rolle. Ressourcenfressende Apps beispielsweise verlangen dem Akku sehr viel ab. Deshalb lohnt es sich, die Apps nach Verwendung immer zu schließen und den Stromsparmodus einzuschalten. Auch extreme Temperaturen belasten den Akku und die darin ablaufenden chemischen Prozesse, da diese je nach Temperatur in unterschiedlichem Tempo ablaufen. Hitze beschleunigt chemische Reaktionen, Kälte vermindert die Reaktionsfähigkeit. Die Lebensdauer spielt bei einem Smartphone Akku auch eine Rolle. Jedoch ist das Alter eines Akkus ist dagegen weitaus weniger entscheidend. Moderne Lithium-Ionen-Akku können 700 bis 1.000 Ladezyklen überstehen. Ein merklicher Verlust an Leistung ist daher erst nach mehreren Jahren Nutzungsdauer zu bemerken.

Wie kann man den Handy Akku schonen?

Für mehr Laufzeit und weniger Aufladen den Akkus gibt es viele Tipps. Unter anderem lässt sich der Akku schonen in dem man die Displayhelligkeit reduziert, den Ruhemodus automatisch anpasst, Bluetooth & WLAN nur aktiviert wenn notwendig, unnötige Apps beendet, GPS-Standortbedingungen abschaltet und natürlich wieder den Stromsparmodus aktiviert. Alle Tipps zum schonen des Handy Akkus gibt es oben bei entweder Lithium-Ionen Akku oder Lithium-Polymer Akku.

Wie lange hält ein Handy Akku generell?

Bekannt ist eine Zahl von 3 bis 4 Jahren. Diese Lebensdauer variiert jedoch von Hersteller zu Hersteller und hängt ebenso vom Umgang mit dem Akku ab, wie beispielsweise die Häufigkeit der totalen Entladung aber auch ständige Belastung durch extreme Temperaturunterschiede oder ständig "falsches" Laden.

Wie den Handy Akku richtig entsorgen?

Bei der richtigen Entsorgung muss beachtet werden, dass Akkus aus Smartphones (und anderen Elektrogeräten) nicht einfach im Hausmüll landen dürfen. Die Batterien enthalten gefährliche Schwermetalle, die speziell recycelt werden müssen. Aber keine Sorge, mittlerweile gibt es ein breites Netz an Rücknahme-Stellen, sowie viele Supermärkte und Drogerien mit den sogenannten Batt-Boxen wo alte Akkus kostenfrei eingeworfen werden können. Zusätzlich sind seit 2009 die Händler dazu verpflichtet die Akkus zurückzunehmen, die sie zuvor verkauft haben.

Wann den Handy Akku wechseln?

Oft lohnt es sich bei geringer Akkuleistung den Akku auszutauschen, um so wieder volle Akku-Power zu haben! Denn ständiges Aufladen über den Tag ist lästig und nicht immer hat man eine Steckdose parat. Mit unseren Do-It-Yourself Videos auf YouTube könnt ihr selbst Hand anlegen, denn hier wird Schritt für Schritt erklärt, wie ihr das Smartphone öffnet und den Akku wechselt und wieder ordentlich verschließt. In unserem kaputt.de Shop gibt es den passenden Akku für dein Handymodell. Wer sich das nicht zu traut kann auch einen Profi ranlassen. Auf kaputt.de seht ihr alle Handy-Reparateure in eurer Nähe und könnt die Preise vergleichen.

Zur Übersicht haben wir alle Tipps für einen schonenden Umgang mit dem Akku als PDF für dich zusammengefasst:

Tipps als PDF downloaden

Der Mobilfunksektor platzt aus allen Nähten: Im Wochentakt stocken neue Smartphones die Reihen mobiler Alleskönner auf und auch der große Bruder alias Tablet lädt dank eSIM & Co. zum Telefonieren und Chatten ein. Doch so zahlreich und nützlich die Funktionen der Mobilfunkmeister sind: Der Umwelt macht die mobile Hightech zu schaffen; in puncto Nachhaltigkeit ernten Smartphones und Tablets einen dicken Daumen nach unten. So scheint der Wunsch nach neuerer, schnellerer und kräftigerer Technik den Markt zu dominieren und nahezu ohne Gegenwehr in Richtung Luxus-Handy zu lenken.

Doch der Schein trügt: Kleine Fische wie zum Beispiel die Entwickler des Fairphone schwimmen gegen den Strom an. Neben dem niederländischen Konsortium hat sogar hierzulande ein David die Bio-Schleuder erhoben und zum ökologischen Kommunikationszeitalter aufgerufen: Das Unternehmen Shift werkelt seit Jahren an Konzepten, die so fair und nachhaltig wie möglich ausfallen - sowohl für dich als Kunden als auch für die Hersteller, Arbeiter, Entwickler und Verkäufer!

Dass ein chinesisches Partnerunternehmen die Fertigung der sogenannten Shiftphones übernimmt, verblüfft zunächst. Schließlich wurden und werden Produzenten aus dem Fernen Osten wie Foxconn, welches unter anderem für den Platzhirsch Apple arbeitet, heftig für den Umgang mit ihren Mitarbeitern kritisiert. So machten 2017 zum Beispiel Berichte über massenhafte Suizide und deren Folgen Schlagzeilen: Anstelle den Mitarbeitern ein gerechteres Arbeitsverhältnis zuzugestehen, spannte der Konzern Netze um seine Fabrikhallen, um den wortwörtlichen Sprung aus dem Fenster zu untersagen. Ein glücklicheres Los haben die Arbeiter der Shift gezogen: Unter den Fittichen des Chinabetriebs Taos verbringen die flinken Hände maximal 40 Stunden pro Woche an den Fließbändern, werden mit Gehältern von rund 1.000 Euro mehr als doppelt so hoch wie branchenüblich entlohnt und erhalten gar ein Recht auf Arbeitsverzicht an Wochenenden und Feiertagen.

SHIFT6m - ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit?

 

Shift6m technische daten

 

Für seine humane Linie ist Shift zu loben. Dieser Bonus allein wird den Hightech-Handys jedoch kaum zum Erfolg verhelfen. Auch die Technik, die Qualität und der letztendliche Nutzen müssen überzeugen. Andernfalls dürften selbst große Naturliebhaber kaum geneigt sein, iPhone & Co. den Rücken zuzukehren. Dass dem Konzern dies bewusst ist, beweist ein Blick auf das neueste Flaggschiff: Das SHIFT6m dient mit einem großen sowie hochauflösenden Bildschirm, einer flotten Performance und einem kräftigen Kamera-Set. Große Pluspunkte verdient sich das "grüne Smartphone" zudem in Sachen Reparierbarkeit beziehungsweise Recycling: Das SHIFT6m gilt mit seinem "modularen Design" als ein Paradebeispiel für Nachhaltigkeit, Preisbewusstsein und Support, denn bei Bedarf darfst du das Modell nahezu komplett auseinanderbauen.

 

Shift6m im Detail

 

Quelle: SHIFT GmbH

Dreh- und Angelpunkt eines Smartphones ist der Bildschirm: Die Anzeige visualisiert nicht nur Inhalte und Vorgänge, sondern dient auch als Verwaltungsplattform. Shift hat seinem 6m-Modell einen 5,7 Zoll großen AMOLED-Screen verpasst, der mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln an die Arbeit geht und in einem Rahmen aus Polykarbonat gefasst ist. Dieser soll sich zu 90 % recyceln lassen! Vom Recycling profitierst du nicht nur, wenn du das Smartphone entsorgst, denn Shift hat ein Umtauschangebot erschlossen: Wird der Recycling-Dienst in Anspruch genommen, kann ein neues Modell zu einem günstigeren Preis gegen Eintausch des Altgeräts erworben werden. Die Komponenten des eingeschickten Smartphones wie zum Beispiel das Gehäuse werden entweder in die hauseigene Produktion eingebunden oder gemeinnützigen Projekten gespendet.

Doch wie dem auch sei: Das SHIFT6m liegt mit seinem Vollwert-Gummi-Mantel gut in der Hand und ist erstaunlich rutschsicher. So senkt der Hersteller auch die Gefahr von Sturzschäden und erspart seinen Kunden kostspielige Reparaturen. Wer sich ein bisschen mit Smartphones auskennt: Optisch sowie haptisch ist das Modell gut mit einem der Nexus-Phones (Google) zu vergleichen. Die Farbauswahl ist auf ein schlichtes Schwarz beschränkt, doch altbacken oder langweilig wirkt das "Öko-Handy" nicht: Eine stilsichere Platzierung des Power-Buttons und die darunterliegende, sauber integrierte Lautstärkenwippe, zeugen von architektonischem Geschick. Eine Portion Eigenkritik und Witz offenbart ein aufgedruckter Slogan am unteren Rand der Rückfläche. Hier verstecken sich in dezenter weißer Fußnotenschrift die Worte: smartphones can be timekillers, there is no greater gift for you today, than the next 24 hours. use them wisely. people are more important than machines.

Shifhtphones shift6m im Test

 

Dennoch kann der Griff zum SHIFT6m Spaß machen. Dies unterstreichen insbesondere die Kameras, die mit einer Auflösung von 21 Megapixel (Hauptkamera) und 13 Megapixel (Frontkamera) beschert sind. Erstere bringt gar einen optischen Bildstabilisator mit sich. Fotos und Videos, wahlweise auch in 4K-Qualität, landen auf dem internen Speicher, der mit einem Volumen von 64 GB reichlich Unterschlupf bietet. Auch für Apps und Musik bietet das SHIFT6m genügend Platz. Besonders speicherhungrigen Nutzern hilft ein Micro-SDXC-Schacht aus: Speicherkarten mit einer Größe von bis zu 256 GB sind im Handumdrehen eingelegt. Angesichts eines Prozessors des Typs MT6797X Helio X27 lohnt sich der Einschub einer flotteren Karte wie zum Beispiel einer Class-10-Flash-ROM. Denn obgleich der 10-Kern-Prozessor ordentlich Rechenpower mit sich bringt, kann es die eine oder andere Sekunde dauern, bis jede Ecke der Speicherkarte durchforstet ist.

Prozessor im Einklang mit dem Nachhaltigkeitsprinzip

 

Shift6m

Quelle: SHIFT GmbH

Die Primärplatine dreht mit seinen 2 x 2,6 GHz lediglich unter Volllast auf. Andernfalls übernimmt ein Duo an sekundären Stromspar-Prozessoren mit jeweils 4 Kernen die Arbeit. So garantiert das Modell einen geringen Stromverbrauch und ist dennoch im Nu aus dem Stand-by-Modus erwacht. Apropos Stromverbrauch: Die Energieversorgung übernimmt ein 4.200 mAh fassender Lithium-Polymer-Akku. Je nach Nutzung variieren natürlich die Laufzeiten, doch bei eingeschaltetem Display soll das Handy im Schnitt 18 Stunden durchhalten. Ein Spitzenwert, der selbst die Leistung vieler Langlauf-Smartphones übertrifft. Aufgetankt werden die Kraftzellen mit einem USB-Kabel der dritten Generation - allerdings musst du auf ein eigenes Netzgerät beziehungsweise einen PC-Port zurückgreifen. Ein Netzteil gehört nicht zur Zubehörliste. Laut Daniel Rauh, Gründer von Shift, habe der Kunde in der Regel mehrere Netzgeräte vorrätig, sodass durch diesen Verzicht lediglich dem Elektroschrott-Dilemma vorgebeugt werden solle. Immerhin: Das USB-Kabel kennt kein "oben" und "unten" - das Einstöpseln der Strippe gelingt seitenunabhängig.

Reparieren leicht gemacht

Der Verzicht auf ein Netzgerät ist Shift schnell verziehen, denn im Lieferumfang befindet sich ein Schraubendreher, der das Entfernen der Miniaturschrauben (Torx) ermöglicht. Grund: Das SHIFT6m ist auf ein möglichst autarkes Benutzerkonzept ausgerichtet. Nahezu sämtliche Komponenten des "Self-Repair-Phones" sind auseinanderzubauen und zu ersetzen! Der Hersteller bezeichnet dies als "modulares Design", bezieht sich jedoch nicht wie Motorola oder LG auf ein Upgraden durch leistungsfähigere Hardware, sondern möchte dem Besitzer die Möglichkeit zur Reparatur in Eigenregie geben. Denn obgleich das Vollgummi-Gehäuse schadhafte Krafteinwirkungen effizienter als ein Aluminiumbeschlag abfedern mag: Vor Sturz- und Stoßschäden ist das Modell keineswegs immun. Wie du den Alleskönner Schritt für Schritt auseinanderbauen und von dessen Reparierbarkeit profitierst, verrät dir unser Tutorial.

Vergleich macht klug - Shift6m vs. Galaxy S9 vs. iPhone X

Rein technisch betrachtet kann die Neuauflage der Konkurrenz das Wasser reichen. Doch nicht nur theoretisch muss ein Smartphone überzeugen: Letzten Endes zählt, wie sich das Handy im Alltag schlägt. So zeigt sich, dass Shift einiges richtig gemacht hat und in puncto Nachhaltigkeit sowie Reparierbarkeit sogar vorbildlich handelt. Hier und da hat Shift gegenüber Großkonzernen wie Samsung und Apple jedoch das Nachsehen. Beispielsweise fällt das eher schlichte Äußere auf: Das SHIFT6m wirkt nicht von gestern, doch an den Luxusfaktor des Galaxy S9 (Samsung) oder des iPhone X (Apple) kommt das Modell keineswegs heran.

Auf der Pro-Seite steht allerdings der Handlingsfaktor: Der aktuellste Vertreter der Shiftphones liegt sehr griffig in der Hand. Bei der Performance zeigen sich wiederum kleinere Schwächen. Hier macht sich der Öko-Gedanke bemerkbar, denn die CPU und GPU offenbart kein perfektes Zusammenspiel wie die Samsung- und Apple-Modelle: Grafisch aufwendige Spiele lassen stellenweise Ruckler zu. Als lahme Ente ist das SHIFT6m jedoch nicht zu bezeichnen. Schließlich befinden sich auch ein LTE-Chip und eine Schnittstelle für Bluetooth-Verbindungen (4.1) an Board. Als Software-Gerüst dient Android 8.0 alias Oreo. Hier ist das SHIFT6m gleichauf mit Samsungs Weltraumvertreter, doch das Öko-Handy gibt es wahlweise auch ohne Google-Dienste!

Wer vom Suchmaschinensystem nicht viel hält oder dessen Schnüffelofferten nicht gutheißt, wird in Shift OS eine gute und stabile Alternative finden. Leider sind in dem Programm keine exklusiven Sicherheitstechniken integriert - Samsung bietet mit Knox einen virtuellen Datentresor und Apple gilt nicht zuletzt seit der Weigerung, Kundendaten mächtigen US-Bundesbehörden preiszugeben, als Privatsphärenschützer Nummer eins. Immerhin: Das SHIFT6m kann mit einem Fingerabdrucksensor dienen. Auf Neuheiten wie "Intelligent Scan" oder "Face ID", bestehend aus Gesichtsfeld-Infrarot-Bestrahlung und Iris-Abgleich, musst du jedoch verzichten. Zu guter Letzt ein Vergleich zum Fairphone: Während das aktuelle Modell (Fairphone 2) insbesondere designtechnisch neue Wege gehen und den Blick auf eine kostengünstige Vermarktung lenkt, platziert sich das Handy von Shift mit einer kräftigeren Hardware und einer frischeren Software. Das Fairphone 2 wird zum Beispiel mit Android 7 ausgeliefert. Auch bezüglich Kamera und Speicher ist das 6m-Shiftphone einen Tick besser aufgestellt: Das Fairphone kann lediglich mit einem nativen 32-GB-Speicher dienen und bringt unter ungünstigen Lichtbedingungen nur mittelmäßige Fotos beziehungsweise Videos zustande.

shiftphones shift6m im vergleich

 

Fazit: Gutes Gewissen trifft Oberklassentechnik

Mit einem Preis von 555 Euro (Stand Juni 2018) liegt das SHIFT6m auf einer Ebene mit dem Galaxy S9 (580 Euro) und dem Fairphone (529 Euro), ist jedoch deutlich günstiger als das iPhone X (999 Euro). Wirklich preiswert ist das Smartphone mit dem grünen Herzen nicht, sollte angesichts seines löblichen und fraglos praxistauglichen Konzepts jedoch jedem Naturfreund sein Geld wert sein. Zudem versichert der Hersteller, bei der Produktion auf den kostbaren Rohstoff Kobalt zu verzichten und beim Verlöten nicht auf seltene Zinnvorräte zurückzugreifen. Beide Materialen gelten als Trauerbeispiele, wie sehr renommierte Hersteller großzügig über Kinderarbeit in lebensgefährlichen Minen hinwegsehen. Möchtest du dich vom SHIFT6m aus erster Hand überzeugen, gewährt dir das, per Crowdfunding finanzierte, Unternehmen einen kostenlosen Versand, weist jedoch auf eine Lieferzeit von rund acht Wochen hin.

PS: Zur Familie der Shiftphones gehört auch ein kleineres 5-Zoll-Modell, das Shift5m. In Zukunft sollen außerdem ein Notebook und ein Tablet Umbrüche in Sachen Recycling, Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit auf dem PC-Parkett lostreten.

 

Quelle: SHIFT GmbH

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