Generation Y und die Digitalisierung: Retten oder zerstören wir die Umwelt mit unseren Smartphones?

Willkommen in Generation Y! Diese Gesellschaft besteht aus konsumorientierten, wissensgierigen und modernen Ureinwohnern der Digitalisierung, die sich zuerst die Frage: „Why?“, stellen. Nichts gilt als selbstverständlich und alles wird angezweifelt. Generation Y hat den technologischen Fortschritt wie kein anderer miterlebt und wohnt jetzt in einer Welt voller Smartphones.  Die Smartphone Sucht ist vor allem bei der nachfolgenden Generation Z ausgiebig. So kann die Digitalisierung nur zum Scheitern verurteilt sein und die Umwelt muss darunter leiden. Why? Eventuell gibt es doch einen Weg mit dem technologischen Fortschritt die Umwelt zu retten...

Generation Y als zeitgenössische Digital Natives

„Die Erde ist eine Scheibe“,

diese Aussage, welche einst als selbstverständlich galt, würde in der heutigen Zeit ohne Hinterfragung keinen Platz auf der Welt finden. Eine Welt, die beherrscht wird von der „Generation Y“.

Eine Generation von Menschen, geboren von Anfang der 80er bis zu den frühen 2000ern, die im Vergleich zu den Babyboomern Grundsätze und Vorstellungen verschiedener Themenbereiche in Frage stellt.

Dieser Ansatz motiviert die Leistung und führt die Menschen der Generation, die sogenannten Millennials, in eine Situation mit ständig intensiver Konkurrenz und hohen Forderungen. Sie sind wissbegierig, konsumorientiert und erlebnishungrig aufgrund der endlosen Wahlmöglichkeiten, welche die Welt ihnen heutzutage bietet. Möglich werden diese durch die Digitalisierung in der modernen Gesellschaft: Menschen haben einen unbegrenzten Zugriff auf alle Informationen der Welt. Das schafft Raum für Fragen und Ideen anstatt einfacher Akzeptanz. Dieser einfache Informationszugriff kann schon mithilfe eines kleinen Geräts erfolgen - dem Smartphone. Der Besitz dieses Mobilgeräts entwickelte sich zum Trend und veränderte die Gesellschaft grundlegend. Die „Generation Y“ ist mittendrin als Digital Natives.

Generation Y ist schuld am Scheitern der Digitalisierung in der Praxis

Smartphones sind in kurzer Zeit ein essentielles Tool zur Lebensanleitung der Generation Y geworden. Das Gerät wird zur Kommunikation, als Weltkarte, als Uhr, als Fotoapparat etc. verwendet. Je mehr Funktionen aufgrund der endlosen Bedürfnisse eingebaut werden, desto unverzichtbarer wird das Gerät. Im Jahr 2016 gaben in einer Umfrage rund 40% der Befragten im Alter von 18 bis 24 Jahren an, dass sie mehr als 50-mal pro Tag auf ihr Smartphone schauen. Die Unterhaltung und die Informationsaufnahme durch soziale Netzwerke stehen an oberster Stelle für die Millennials. Der Verzicht auf ein Smartphone kommt somit nicht in Frage, vor allem weil die Menschen dieser Generation einen FOMO-riskanteren Alltag erleben.

FOMO ist ein Akronym für die englische Aussage „fear of missing out“ und ist eine Form der gesellschaftlichen Besorgnis, ein Ereignis zu verpassen, sowie nicht mehr auf dem Laufenden zu bleiben.

Dieses Gefühl entsteht unter anderem aufgrund der leistungsorientierten, durchgetakteten Lebensweise und der grenzenlosen Möglichkeiten der Millennials. Diese Gründe werden darüber hinaus durch die Social Media Präsenz in dieser Generation verstärkt. Ohne ein funktionierendes Smartphone scheint diese Generation nicht auszukommen und die Geduld einer Reparatur kann kaum ertragen werden.

So wird bei dem kleinsten Problem mit dem Smartphone schnell nach Ersatz gesucht. Jedoch ist den meisten Menschen der Schaden eines Smartphoneaustausches nicht bewusst. Im elektronischen Markt für Smartphones werden alte Geräte trotz ökologischer Intentionen entsorgt. Diese Generation - geprägt von Konsumdenken und Individualismus - trägt somit zur erhöhten Elektroschrottproduktion bei.

Die Elektroschrott Produktion steigt aufgrund des erhöhten Absatzes der Elektrogeräte. Der Grund für einen Kauf liegt meistens an einem Akkudefekt.
Abbildung 1: Elektroschrott Produktion steigt

Nach UN-Angaben ist das eine ernsthafte Bedrohung für die Umwelt. Darunter leiden momentan vor allem Dritte-Welt-Länder, bei denen der Elektroschrott abgeladen wird. Zukünftig jedoch ist auch der Rest der Welt davon betroffen. Man könnte annehmen, dass das Leiden zukünftiger Generationen dieser verschuldet werden kann.

Das Paradox der Generation Y: die nachhaltige Nutzung der Digitalisierung

Die Digitalisierung trägt zum Elektroschrott bei. Jedoch werden durch die Globalisierung Nachrichten weltweit verbreitet. Das führt auch dazu, dass die Generation von weltweiten Naturkatastrophen, Terroranschlägen sowie Finanzkrisen erfahren hat. Aufgrund dessen legen die Millennials neben der medienorientierten Unterhaltung auch einen großen Wert auf eine sichere Umwelt. Die Wissbegier der Millennials, gestillt durch die mobile Internetnutzung, macht sie aufmerksam auf die weltweit begrenzten Ressourcen und das damit verbundene globale Verteilungsproblem.

Junge Erwachsene der Generation Y genießen die Natur bei einer Wanderung. Diese Generation hat einen verschärften Nachhaltigkeitssinn und Naturbezug
Abbildung 2: Naturbezug der Generation Y

Das wirkt sich auf die Verhaltensweisen sowie die Interessen aus. Nielsen und Deloitte bestätigten in ihrer Studie, dass Millennials im Vergleich zu anderen Konsumentengruppen noch am ehesten bereit sind, für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu zahlen. Das Streben nach nachhaltigem Verhalten zusammen mit der Digitalisierung bringt die Generation dazu, Social Media zu nutzen, um die Umwelt zu unterstützen, indem organische Bekleidung, Bio Lebensmittel, Fair Trade Schminke sowie Vegane Lebensweisen im Netz verbreitet werden. Aufgrund des angehenden Trends befindet sich das Wort „Recycling“ im Hinterkopf vieler Konsumenten. Diese begeben sich somit auf eine Zeitreise, revolutionieren und modernisieren Dinge aus der Vergangenheit. Das sogenannte “Vintage“ entwickelte sich zum sozialen Trend und ist die Umschreibung der Geschichte für die Zukunft.

Auch bekannte Unternehmen steigen in dem Trend mit ein:

  • Adidas produzierte einen Schuh aus Plastikmüll aus dem Ozean hat.
  • H&M verteilt Rabatte auf neue Artikel bei einer Altkleiderspende.
  • Beiersdorf plant bis 2020 100 % des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen.

Um die Nachhaltigkeit zu fördern, sollte die soziale Attraktivität gesteigert werden mithilfe der schnellen und einfachen Form der Kommunikation von Social Media. Dies kommt vielen Problemen auf der Welt sehr entgegen und gestaltet die Digitalisierung nachhaltig.

Die Digitalisierung bietet uns die Möglichkeit Social Media zu verwenden um DIY und Recycle Projekte und Ideen zu verbreiten. Der Elektroschrott kann so durch steigende Smartphone Recycle Aktionen reduziert werden.
Abbildung 3: Elektroschrott Produktion sinkt

Fazit: Noch haben wir die Wahl!

Die Millennials sind als Digital Natives ein großer Bestandteil der Akzeptanz und der Verbreitung der Digitalisierung. Für eine Generation, die möglichst viel Auswahl und Information möchte, ist der Fortschritt der Technologie nicht aufzuhalten und der Umweltschaden wird mit jeder weiteren Elektroschrott-Einheit größer. Gleichzeitig ist diese Generation jedoch auch bekannt für ihren verschärften Nachhaltigkeitssinn, welcher mithilfe der sozialen Netzwerke verbreitet werden kann. Somit entsteht die verzwickte Situation, dass mithilfe der Digitalisierung die Nachhaltigkeit an Aufmerksamkeit gewinnt und gleichzeitig geschädigt wird.

Können beide Elemente gleichzeitig existieren in dieser Generation?

Ja. Zwar sind beide Komponenten gegensätzlich, jedoch lässt sich daraus die nachhaltige Digitalisierung ableiten. Im Falle eines Smartphones würde eine einfache Reparatur die Elektroschrottproduktion verringern, das Smartphone recyceln und die Digitalisierung vorantreiben. Alles ist möglich, solange man sich dafür entscheidet. Entweder man möchte einen grünen Zustand, bei dem die Menschen vom technologischen Fortschritt nachhaltig profitieren können oder wir enden an den planetaren Grenzen aufgrund der rücksichtslosen digitalen Wachstumsökonomie.

Gehörst Du zu dieser Generation? Wenn ja, wie entscheidest Du dich?

Noch haben wir eine Wahl.

Auf dem Bild sind verschiedene Charaktere der Generation Y zu erkennen.
Abbildung 4: Generation Y

 

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